8. Kapitel      Wechselhaft wie das Wetter

Pfingstsonntag wollte ich mein Versprechen war machen:

Den Beiden zwei unvergessliche Tage spendieren. Sonne satt, wenig Verkehr und ganz gemütlich in Richtung Thüringen. Herrchen hat mir etwas Fett für meine Dachmechanik gegeben und ich danke es Ihm, indem ich keinerlei störenden Geräusche mehr mache. Naja und ehrlich gesagt: ich geniesse neben der Ausfahrt wieder mal die sexy Kurven von Blondie. Herrchen hat Blondie und mir ganz tolle Landstraßen durch den Thüringer Wald gezeigt. So brummte ich zufrieden vor mich hin und der Alte genoss einfach Blondie, mich und die Landschaft. Mehrfach hielten sie und ich konnte verschnaufen und Blondies Fahrwerk mal wieder in Ruhe ansehen...DANKE, Süße

Die beiden hatten einen Heidenspaß mich vor alten Gemäuern zu Fotografieren bevor sie sich ein kleines Hotel suchten und auch ich ein wenig Ausruhen konnte. Mitten in der Nacht kam doch glatt so eine blöde Katze und sprang auf mir rum. Menno - ich hasse das, am liebsten hätte ich laut gehupt, aber ich wollte die Beiden nicht wecken. o liess ich es Zahnradknirschend über mich ergehen und weiss ja, dass ich zur Belohnung wieder ein Pflegeprogramm bekomme..

Am nächsten Morgen brummen wir drei dann wieder über wundervolle Straßen in Richtung Heimat Das grinsen im Gesicht und die Freude der beiden ist einfach unbezahlbar. Naja, und die größte Freude mach ich ihnen noch: 750 KM mit einem Tank und nur 7,6 l auf 100 KM - die beiden sind begeistert. Zuhause angekommen wird endlich meine Nase mit warmem Wasser geputzt, zu viele Mücken...und gesaugt werde ich auch noch.

Die Tage vergehen, ab und an geniesse ich die Sonne aber irgendwas stimmt nicht: Blondie und der Alte sind aufgeregt, mein Neffe wurde gründlich gewienert und herausgeputzt und auch ich bekam eine extra Lage Wachs aufs Blech. Jetzt erfahre ich den Grund: Wir bekommen Nachwuchs.

Ein 190 E aus 1991 ! Mal sehen was das für einer ist, soll sich bloß nicht einbilden er könne meine Autorität untergraben und sich bei den beiden einschleimen. Und wenn der Neue nicht pariert sag ich es dem Alten - dann klappt es auch mit den Nachbarn hihi Endlich seh ich ihn auch: Ganz in weiss,geflegte Erscheinung und auf den ersten Blick ganz nett Seine BBS Schuhe und das neue Fahrwerk von Joe stehen Ihm gut. Was ich aber vermisse, ist die doch sonst übliche Klopapierrolle im Heckfenster,hihi. Warten wir mal ab wie er sich benimmt. Ausserdem grübel ich ob es nun mein Opa, Onkel oder Uropa ist...mhhhhh 1991 hmmmm

Es wird gerade hell, als das der neue Garagentorantrieb sich in Bewegung setzt. Es geht los - wie immer streiten die beiden wer mich fahren darf. Das kann ja wieder lustig werden... aber ICH lass mir die Freude an dieser Ausfahrt nicht verderben und der Alte kann auch mal rechts sitzen, so spür ich die zarten Hände von Blondie besser. Mann, was für eine Frau!

In Winnenden bei HUB CAR angekommen haben sich die beiden erstmal gestärkt und ich hatte auch Zeit für ein Schwätzchen. Die gesamte Verwandschaft war da und auch ganz viele nette Mädels,mit denen ich mich schon auf dem Parkplatz ein wenig geneckt habe.

Das Wetter war nicht gerade so toll und die beiden bestanden darauf offen zu fahren...brrr manchmal ganz schön frisch. Aber ich konnte mir ja vor der süßen schwarzen 170er Dame hinter mir und der 171 er vor mir keine Blösse geben. Ich bin ja schliesslich kein Weichei. Aber die Streckenführung entschädigte fürs Wetter Geile Landstraßen, schöne Orte und unheimlich viel Landschaft. Das ist genau meine Welt.

Alle Stunde gab es eine wohlverdiente Pause So viele schöne SLK´s auf einem Parkplatz - einfach geil. Jeder liebevoll und individuell ausgestattet - jeder auf seine Art einfach schön und die schwarze 170erin hinter mir...Mann was ein Fahrgestell.Krönender Abschluss war der Besuch meines Urahnen, dem 300 SL aus dem Jahr 1954 Für die beiden ein besonderes Erlebnis. Ich bin aber lieber bei meinen Verwanden auf dem Parkplatz geblieben, war mir einfach zu eng da drin.

Mitten in der Nacht ging es dann ins Hotel und ich konnte auch verschnaufen. Am nächten Tag sind wir dann ganz gemütlich die über 300 KM auf der Landstraße nach Hause. Eine wundervolle Tour, aber, der Alte mault schon wieder ich hätte mich dreckig gemacht. So ist das halt wenn man spielt, da bleibt das nicht aus, zumal die silberne Schönheit vor uns immer wieder mal mit Dreck geschmissen hat. Freche Göre! Irgendwie hat die Göre vor mir die Elektronik verdreht - jedenfalls geht mein CD Wechsler nicht mehr - oops. So getobt hat der Alte schon lange nicht mehr. Er war so sauer, dass ich noch nicht mal den wohlverdienten Badetag mit Streicheleinheiten bekam...mal sehen ob die Herren bei MB das hinbekommen, aus eigener Kraft schaff ich es diesmal nicht.

Etwas schlecht gelaunt ist gar kein Ausdruck, so jedenfalls sind wir zu MB...Der Alte hat kein Wort mit mir gewechselt. Seine Laune wurde erst mit dem gewährten Kulanzantrag besser. Aber noch besser ist der neue Wechsler, den ich gleich darauf ins Handschuhfach bekam. Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung und ich verspreche etwas besser auf meine Elektrik aufzupassen...obwohl die netten SLK´lerinnen sind ja schon eine Sünde wert. Insbesondere die schwarze Rosemarie von Sven hat es mir angetan.

9. Kapitel